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Aerosuite

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Version 1 · Stand 24.7.2026

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Hinweis: Diese AGB sind ein sorgfältig erstellter Entwurf und sollten vor der endgültigen Verwendung anwaltlich geprüft werden. Sie ersetzen keine Rechtsberatung.

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Aerosuite-Plattform der KINDERMANN.IO UG (haftungsbeschränkt).

1. Geltungsbereich und Vertragspartner

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform Aerosuite zwischen der KINDERMANN.IO UG (haftungsbeschränkt), Seumestr. 7, 30161 Hannover (nachfolgend Anbieter) und dem Kunden.

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Als Unternehmer in diesem Sinne gelten insbesondere eingetragene und nicht eingetragene Vereine, Haltergemeinschaften, gewerbliche und nach Teil-FCL genehmigte Flugschulen (ATO/DTO) sowie Charter- und Vercharterunternehmen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern erfolgt nicht.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.

2. Vertragsgegenstand

Der Anbieter stellt dem Kunden die Aerosuite-Plattform als cloudbasierten Dienst über das Internet zur Nutzung bereit. Der Funktionsumfang umfasst je nach gebuchtem Leistungspaket unter anderem Buchung und Kalender, Flugerfassung, Flugzeug- und Technikverwaltung, Wartungsplanung, Mitgliederverwaltung, Abrechnung sowie Reports und Exporte. Maßgeblich ist die Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses.

Die Software wird ausschließlich online bereitgestellt; eine Installation beim Kunden oder eine Überlassung des Programmcodes erfolgt nicht. Gegenstand des Vertrags ist die Bereitstellung zur Nutzung, nicht der Erwerb der Software.

3. Vertragsschluss

Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein bindendes Angebot dar. Mit Absenden des Buchungsformulars gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Auftragsbestätigung des Anbieters in Textform oder mit der Bereitstellung des Zugangs zustande.

4. Nutzungsrecht

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur vertragsgemäßen Nutzung der Plattform ein. Eine Nutzung durch oder zugunsten Dritter außerhalb der eigenen Organisation des Kunden ist ohne vorherige Zustimmung des Anbieters nicht gestattet.

5. Leistungsänderungen

Der Anbieter ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und den Funktionsumfang anzupassen, insbesondere um technische Neuerungen umzusetzen, die Sicherheit zu erhöhen oder gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Wesentliche Änderungen, die die vertraglich geschuldete Leistung nicht nur unerheblich zum Nachteil des Kunden verändern, kündigt der Anbieter mit angemessener Frist an. Dem Kunden steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Änderung zu.

6. Preise und Preismodell

Es gilt das zum Zeitpunkt der Bestellung ausgewiesene Preismodell: ein monatlicher Basispreis zuzüglich eines Entgelts je verwaltetem Luftfahrzeug. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer. Bei Kunden aus dem EU-Ausland kann bei Vorliegen einer gültigen USt-IdNr. das Reverse-Charge-Verfahren zur Anwendung kommen.

Die Anzahl der Luftfahrzeuge kann der Kunde jederzeit anpassen; das flugzeugbezogene Entgelt wird stets monatlich abgerechnet, unabhängig von der gewählten Laufzeit des Basispreises.

6.1 Preisanpassung

Der Anbieter ist berechtigt, die Preise für den Basispreis und das flugzeugbezogene Entgelt einmal je Kalenderjahr um bis zu 10 % anzupassen. Eine Preisanpassung wird dem Kunden mindestens sechs Wochen im Voraus in Textform mitgeteilt und wirkt frühestens zu Beginn des folgenden Abrechnungszeitraums. Erhöht der Anbieter die Preise, steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Erhöhung zu.

7. Zahlung, SEPA-Lastschrift, Zahlungsverzug

Die Zahlung erfolgt per SEPA-Lastschrift auf Grundlage des vom Kunden erteilten Mandats. Die Vorabankündigung (Pre-Notification) erfolgt spätestens einen Bankarbeitstag vor Einzug.

Der Basispreis wird je nach gewählter Laufzeit fällig:

  • Monatliche Laufzeit: monatliche Zahlung des Basispreises.
  • 12-Monats-Laufzeit: jährliche Zahlung von 11 Monatsbeträgen des Basispreises im Voraus.
  • 36-Monats-Laufzeit: der gesamte Basispreis für die Laufzeit (32 Monatsbeträge) wird einmalig im Voraus bei Vertragsbeginn eingezogen.

Das flugzeugbezogene Entgelt wird in allen Fällen monatlich eingezogen. Gerät der Kunde mit fälligen Zahlungen in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach vorheriger Ankündigung zu sperren; bei einem Zahlungsverzug von mehr als vier Wochen ist der Anbieter zur außerordentlichen Kündigung berechtigt.

8. Laufzeit, Verlängerung und Kündigung

Standardmäßig läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit und ist von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündbar.

Wählt der Kunde ein Laufzeit-Angebot (12 oder 36 Monate), so verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit jeweils um weitere 12 Monate, sofern er nicht mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit gekündigt wird. Das flugzeugbezogene Entgelt bleibt hiervon unberührt und ist monatlich kündbar, soweit einzelne Luftfahrzeuge entfernt werden.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Kündigungen bedürfen mindestens der Textform.

9. Verfügbarkeit und Wartung

Der Anbieter erbringt die Leistung mit einer Verfügbarkeit von 99 % im Jahresmittel, gemessen am Übergabepunkt (Ausgang des Rechenzentrums). Nicht in die Berechnung einbezogen werden Ausfallzeiten aufgrund höherer Gewalt, aufgrund von Störungen im Verantwortungsbereich des Kunden oder Dritter sowie angekündigte Wartungsfenster. Geplante Wartungsarbeiten legt der Anbieter nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten und kündigt sie an.

10. Support

Der Anbieter leistet Support per E-Mail an kontakt@aerosuite.de. Anfragen werden innerhalb von drei Geschäftstagen (Montag bis Freitag, 9:00 bis 16:00 Uhr, deutsche Zeitzone; ausgenommen gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters) bearbeitet. Ein schnellerer Support kann gegen gesonderte Vergütung vereinbart werden.

11. Pflichten des Kunden

Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Er sorgt für die Richtigkeit und Aktualität der von ihm eingegebenen Daten und nutzt die Plattform nicht rechts- oder missbräuchlich.

Die Einhaltung der luftrechtlichen Pflichten verbleibt beim Kunden. Aerosuite ist ein Werkzeug zur Unterstützung des Betriebs und ersetzt nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Bord-, Betriebs- und Nachweisaufzeichnungen. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die lufttüchtigkeits-, betriebs- oder behördenrechtliche Richtigkeit der vom Kunden erfassten Daten.

12. Störungen und Mängel

Der Anbieter beseitigt Störungen und Mängel der Plattform im Rahmen der technischen Möglichkeiten in angemessener Frist. Der Kunde meldet Störungen unverzüglich und wirkt bei deren Eingrenzung mit. Wird ein erheblicher Mangel trotz angemessener Nachfrist nicht behoben, ist der Kunde zur Kündigung berechtigt.

13. Kundendaten, Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der Datenschutzerklärung. Alle Daten werden auf Servern in Deutschland gespeichert. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO; dieser wird als gesondertes Dokument zum Download bereitgestellt und ist Bestandteil des Vertrags.

14. Datenexport und Löschung bei Vertragsende

Bei Beendigung des Vertrags stellt der Anbieter dem Kunden dessen Daten auf Anforderung innerhalb von 30 Tagen in einem gängigen, maschinenlesbaren Format zur Verfügung. Nach Ablauf dieser Frist ist der Anbieter berechtigt und verpflichtet, die Daten zu löschen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

15. Datensicherung

Der Anbieter führt regelmäßige Datensicherungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Betriebs durch. Diese ersetzen keine eigene Datensicherung des Kunden für unternehmenskritische Inhalte, soweit ein Export möglich ist.

16. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Bei der leicht fahrlässigen Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) haftet der Anbieter der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.

Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist insgesamt auf das vom Kunden im betreffenden Vertragsjahr gezahlte Jahresentgelt begrenzt. Für Datenverlust haftet der Anbieter nur bis zu dem Betrag, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung angefallen wäre. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

17. Referenznennung

Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden unter Nennung des Namens und, sofern überlassen, des Logos als Referenzkunden zu benennen. Der Kunde kann dieser Nutzung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widersprechen.

18. Änderungen dieser AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aus triftigem Grund, insbesondere wegen einer geänderten Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung oder technischer Neuerungen, erforderlich ist. Die geänderten Bedingungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen, gelten die Änderungen als angenommen; hierauf wird der Anbieter in der Mitteilung besonders hinweisen.

19. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, Hannover.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.