Wartungsplanung für Flugzeuge: drei Uhren, ein Überblick
Wartungsfristen laufen gleichzeitig nach Flugzeit, nach Landungen und nach Kalender. Wer das in einer Tabelle pflegt, rechnet nach jedem Flugtag nach — und übersieht irgendwann etwas.
3 Achsen
Stunden, Landungen und Kalendertage parallel je Anforderung
zuerst zählt
fällig ist, was zuerst erreicht wird — first limit wins
90 Tage
Nutzungsschnitt als Grundlage für die Fälligkeitsprognose
4 Stufen
grün, gelb, orange, rot — mit eigenen Schwellen
Fristen richtig modellieren
Eine wiederkehrende Kontrolle bekommt in Aerosuite ein Intervall in Stunden, Kalendertagen und/oder Landungen plus den Stand der letzten Erledigung. Fällig ist sie, sobald das zuerst erreichte Limit greift.
Daneben stehen lebensdauerbegrenzte Komponenten: Rettungssysteme, Schläuche, Batterien, der Wägebericht, das Ablaufdatum des ARC. Sie tragen ein Stundenlimit ab Einbau, ein Zyklenlimit und/oder ein hartes Kalenderdatum.
Der Unterschied ist wichtig für die Nachweisführung: Eine Kontrolle wiederholt sich, eine Komponente wird getauscht.
Warnstufen, die zum Betrieb passen
Die Übersicht arbeitet mit vier Stufen plus grau für unvollständige Daten. Entscheidend ist, dass die Schwellen zum Betrieb passen: Ein Verein, der 400 Stunden im Jahr fliegt, braucht eine frühere Vorwarnung als eine Haltergemeinschaft mit 40.
Deshalb sind die Schwellen für gelb und orange einstellbar, getrennt nach Stunden und Tagen.
- Grün — ausreichend Rest
- Gelb — nähert sich der Grenze
- Orange — dringend einplanen
- Rot — fällig oder überschritten
- Grau — Intervall oder letzter Stand fehlt
Prognose statt Überraschung
Aus der durchschnittlichen Nutzung der letzten 90 Tage rechnet Aerosuite ein voraussichtliches Fälligkeitsdatum hoch. Das ist ausdrücklich eine Prognose und keine verbindliche Fälligkeit — aber sie beantwortet die Frage, die den Werkstatttermin bestimmt: Reicht es bis Saisonende oder nicht?
Der zweite Baustein ist die Kopplung an die Buchung: Wird eine Störung als „Flugzeug nicht verwendbar" gemeldet, sperrt Aerosuite das Flugzeug, benachrichtigt betroffene künftige Buchungen und verhindert neue. Die Freigabe ist ein eigenes Recht und wirkt erst, wenn keine weitere sperrende Störung offen ist.
Einrichtung je Flugzeug
- Zählerstände aus dem Bordbuch als Startwerte übernehmen
- Wiederkehrende Kontrollen mit Intervall und letzter Erledigung anlegen
- Lebensdauerbegrenzte Komponenten mit Limit und Einbaustand erfassen
- ARC-Ablauf als Komponente mit Kalenderdatum hinterlegen
- Warnschwellen an die tatsächliche Nutzung anpassen
- Zuständige Rolle für die technische Freigabe festlegen
FAQ
Häufige Fragen
Können Zählerstände auch manuell korrigiert werden?
Nicht direkt — das ist Absicht. Zähler werden nur durch bestätigte Flüge fortgeschrieben. Ist ein Flug falsch erfasst, wird er korrigiert; die Zähler werden dabei zurück- und neu gerechnet.
Wie werden Arbeiten dokumentiert, die eine Werkstatt ausführt?
Als Wartungsereignis mit Datum, Beschreibung und Erledigungsstand. Die Wartungshistorie zeigt die zuletzt erledigten Maßnahmen je Flugzeug.
Was passiert mit Buchungen, wenn eine Frist abläuft?
Eine ablaufende Frist warnt, sperrt aber nicht automatisch — das bleibt eine bewusste Entscheidung. Sperrend wirkt eine als „nicht verwendbar" gemeldete Störung.
Lassen sich Wartungen im Kalender einplanen?
Ja, als eigene Buchungsart. Damit ist im Belegungsplan sichtbar, dass die Maschine in der Werft steht, statt dass jemand vergeblich bucht.
Aerosuite in Aktion erleben
Wir zeigen dir, wie Aerosuite zu den Abläufen deines Flugvereins oder deiner Flugschule passt.