Was eine CAMO macht
Die CAMO (Continuing Airworthiness Management Organisation) kümmert sich nicht um das Schrauben selbst, sondern um die Steuerung: Sie führt das Instandhaltungsprogramm, überwacht Betriebszeiten und Fristen, setzt Lufttüchtigkeitsanweisungen um, beauftragt Instandhaltungsbetriebe und hält die Nachweise vollständig.
Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EU) Nr. 1321/2014 mit ihren Anhängen. Für kleinere Luftfahrzeuge, die unter Teil-ML fallen, kann statt einer CAMO auch eine CAO (Combined Airworthiness Organisation) tätig werden, die Verwaltung und Instandhaltung in einer Genehmigung vereint.
Warum das für Vereine relevant ist
Viele Vereine und Haltergemeinschaften vergeben die Lufttüchtigkeitsverwaltung an eine externe CAMO oder CAO — und liefern die Daten zu. Genau da entsteht der Aufwand: Tachostände, Motorlaufzeiten, Landungen, durchgeführte Arbeiten und Befunde müssen belastbar und nachvollziehbar vorliegen.
- Betriebszeiten je Flugzeug, Zelle, Motor und Propeller sauber getrennt
- lückenlose Flugdaten statt nachgetragener Bordbuchzeilen
- Fristen und offene Punkte jederzeit einsehbar
- Exporte, die die CAMO ohne Rückfragen weiterverarbeiten kann
Verwandte Begriffe
- Teil-MLTeil-ML ist das vereinfachte Regelwerk für die Lufttüchtigkeit kleinerer, nicht komplexer Luftfahrzeuge der Allgemeinen Luftfahrt.
- ARCDas ARC bescheinigt die Prüfung der Lufttüchtigkeit. Es wird nach der Lufttüchtigkeitsprüfung ausgestellt und gilt in der Regel ein Jahr.
- InstandhaltungsprogrammDas Instandhaltungsprogramm legt fest, welche Wartungsarbeiten wann fällig werden — nach Flugstunden, Landungen oder Kalenderzeit.
- LufttüchtigkeitsanweisungEine Lufttüchtigkeitsanweisung (AD) ordnet behördlich verbindlich an, einen sicherheitsrelevanten Zustand am Luftfahrzeugmuster zu beheben.